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Wissenschaftliche Beweislage zur Craniosacralen Therapie

Schlussfolgerungen (engl. Conclusions) aus den 3 weltweit existierenden Übersichtsarbeiten (engl. Reviews) zur Craniosacralen Therapie (CST) (Recherche-Quelle: http://www.cochranelibrary.com):

Jahr der Veröffentlichung: 1999
Autoren: Kanadische Gesundheitsbehörde, Universität von Britisch Columbia (Kanada)  
Basis: 34 Studien (unterschiedlicher Qualität und methodischer Durchführung) wurden in die Übersichtsarbeit aufgenommen.
Titel der Originalarbeit: Green C, Martin C W, Bassett K, Kazanjian A. A systematic review and critical appraisal of the scientific evidence on craniosacral therapy. University of British Columbia, Centre for Health Services and Policy Research, B.C. Office of Health Technology Assessment (BCOHTA), 1999:54.
Quelle: http://faculty.une.edu/com/jnorton/BCOHTAassessment.pdf
Conclusion: "There is insufficient scientific evidence to recommend craniosacral therapy to patients, practitioners or third party payers for any clinical condition. The literature suggests that the adult cranium does not obliterate, fuse or ossify its sutures until well into late life. There is also some evidence that there is potential movement at these suture sites in earlier life. Questions remain as to whether such movement is detectable by human palpitation or whether mobility has any influence on health or disease. There is evidence for a craniosacral rhythm, impulse or primary respiration independent of other measurable body rhythms. However, these studies do not provide any valid evidence that such a craniosacral rhythm or pulse can be reliably perceived by an examiner. Craniosacral measurement has not been shown to be reliable."
Übersetzung: "Es gibt ungenügende wissenschaftliche Beweise, um Craniosacrale Therapie gegenüber Patienten, Ärzten und Therapeuten oder Gesundheitsdienstleister {Krankenkassen}* für jegliche klinische Bedingung zu empfehlen. Die Literatur {zur Craniosacralen Therapie} legt nahe, dass die Schädelnähte des menschliches Schädels  bis ins hohe Alter weder verdecken, verschmelzen oder verknöchern. Es gibt einige Beweise, dass eine potentielle Bewegung in den Schädelnähten im frühen Lebensalter möglich ist. Es bleiben aber Fragen offen, ob so eine solche Bewegung durch menschliches Tasten durch die Hände wahrgenommen werden kann und ob die Bewegungsfähigkeit {der Schädelnähte} eine Auswirkung auf Gesundheit oder Krankheit hat. Es gibt Beweise für einen craniosacralen Rhythmus, Impuls oder Primäre Respiration unabhängig von anderen körperlichen Rhythmen {wie Atmung oder Herzschlag}. Aber diese Studien {die dieses Phänomen untersuchten} liefern keine gültigen Beweise, dass solch ein craniosacraler Rhythmus verlässlich durch Untersucher wahrgenommen würde. Eine Craniosacrale Messung war nicht zuverlässig."

Jahr der Veröffentlichung: 2012
Basis: 7 Studien (3 randomisierte, klinische Studien und 4 Beobachtungsstudien) wurden in die Übersichtsarbeit aufgenommen
Autoren: Prof. Anne Jäkel, Philip von Hauenschild , Oxford Brookes University, School of Health and Social Care, Jack Straw's Lane, Oxford OX3 0FL, United Kingdom
Titel der Originalarbeit: Jakel A., von Hauenschild P. A systematic review to evaluate the clinical benefits of craniosacral therapy. Complementary Therapies in Medicine.2012;20(6):456‐465.
Quelle: http://www.complementarytherapiesinmedicine.com/article/S0965-2299(12)00115-X/pdf
Conclusion: "This review revealed the paucity of CST research in patients with different clinical pathologies. CST assessment is feasible in RCTs and has the potential of providing valuable outcomes to further support clinical decision making. However, due to the current moderate methodological quality of the included studies, further research is needed."
Schlussfolgerung: "Diese Übersichtsarbeit deckt den Mangel an wissenschaftlichen Untersuchungen zur Craniosacralen Therapie bezüglich verschiedener klinischer Pathologien auf. Eine Craniosacrale Therapie {CST} Bewertung ist machbar in randomisierten klinischen Studien und hat das Potential, um nützliche Ergebnisse für eine klinische Entscheidung hervorzubringen. Jedoch ist durch die gegenwärtige mittelmässige methodische Qualität der einbezogenen Studien weitere Forschung notwendig."

Jahr der Veröffentlichung: 2012
Basis: 6 randomisierte klinische Studien wurden in die Übersichtsarbeit aufgenommen
Autor: Prof. Edzard Ernst, Universität von York (Exeter, England)
Titel der Originalarbeit: Ernst E. Craniosacral therapy: a systematic review of the clinical evidence. Focus on Alternative and Complementary Therapies.2012;17(4):197‐201.
Quelle: http://www.crd.york.ac.uk/crdweb/ShowRecord.asp?LinkFrom=OAI&ID=12012056542#.VHsAgYvDJEY
Conclusion: "The notion that CST is associated with more than non-specific effects is not based on evidence from rigorous RCTs."
Schlussfolgerung: "Die Anschauung, dass Craniosacrale Therapie über eine unspezifische Placebo-Wirkung hinausgeht, basiert nicht auf strenge randomisierte, klinische Studien."

*{...} Klammern = Ergänzungen des Übersetzers




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